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Epidermolysis bullosa, junktionale, generalisierte intermediäre
Eine Form der junktionalen Epidermolysis bullosa (JEB), die durch generalisierte Hautblasenbildung, atrophische Narbenbildung, Nageldystrophie oder das Fehlen von Nägeln und Zahnschmelzhypoplasie mit extrakutaner Beteiligung gekennzeichnet ist.
ORPHA:79402
Klassifizierungsebene: Störung
- Epidermolysis bullosa, generalisierte junktionale, non-Herlitz Typ
- JEB, generalisierte intermediäre
- Epidermolysis bullosa junctionalis generalisata mitis
- Epidermolysis bullosa, atrophische benigne generalisierte
- Epidermolysis bullosa, junktionale, Typ Disentis
- GABEB
- JEB-nH
Prävalenz: Unbekannt
Erbgang: Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter: Neugeborenenzeit
Die Prävalenz der intermediären junktionalen Epidermolysis bullosa (intermediäre JEB) ist unbekannt.
Die Krankheit ist schon bei der Geburt manifest. Die Blasen an der Haut treten generalisiert auf und heilen entweder mit atrophischen Narben (manchmal begleitet von Hypo- oder Hyperpigmention) oder, seltener, unter Bildung starker Gratulationen ab. Konstante Symptome sind Nageldystrophie oder Nagelverlust. Im Verlauf kann sich eine fokale Keratodermie entwickeln. Häufig kommt es zu fortschreitendem und dauerhaftem Haarausfall, der die Kopfhaut, Wimpern und Augenbrauen betrifft; Scham- und Achselhaare sind spärlich oder entwickeln sich nicht vollständig. Schleimhautläsionen betreffen vor allem die Mund- und Nasenhöhle, wobei es jedoch erhebliche individuelle Unterschiede gibt. Bei einigen Patienten wurde über eine Augenbeteiligung berichtet, die Hornhauterosionen und -narben sowie in seltenen Fällen ein Ektropium umfasst. Die Zähne weisen regelmäßig eine Schmelzhypoplasie auf, die zu schwerer Karies führt. Eine chronische Anämie multifaktorieller Ätiologie ist häufig, wenn auch von unterschiedlichem Schweregrad, und kann mit einer Wachstumsverzögerung einhergehen.
Die intermediäre JEB wird verursacht durch Mutationen in den Genen COL17A1 (10q24.3), ITGB4 (17q25.1), LAMA3 (18q11.2), LAMB3 (1q32) und LAMC2 (1q25-q31).
Die Diagnose wird aufgrund der klinischen Präsentation vermutet und durch Immunfluoreszenz-Mapping oder Transmissionselektronenmikroskopie und Gentests bestätigt.
Die Differentialdiagnose umfasst auch andere Formen der EB. Im Neugeborenenalter müssen möglicherweise Aplasia cutis congenita, Herpes-simplex-Infektion, kongenitale erosive und vesikuläre Dermatose, epidermolytische Ichthyose, lineare bullöse IgA-Dermatose, bullöses Pemphigoid, neonataler Pemphigus und Pemphigoid gestationis, bullöse Impetigo und das Staphylokokken-Skalded-Skin-Syndrom in Betracht gezogen werden.
Bei Familien mit diesem Subtyp kann je nach Schweregrad eine pränatale Diagnose empfohlen werden.
Die Krankheit wird autosomal-rezessiv vererbt. Risikopaaren (beide Personen sind Träger einer krankheitsverursachenden Mutation) sollte eine genetische Beratung angeboten werden, in der sie über das 25 %ige Risiko informiert werden, bei jeder Schwangerschaft ein betroffenes Kind zu bekommen.
Die Behandlung ist präventiv: Eine schützende Polsterung der Haut verringert die Blasenbildung, und eine sorgfältige Wundpflege verhindert Sekundärinfektionen und reduziert die Narbenbildung. Die Mundhygiene ist wichtig für die Behandlung von Karies. Ein Diätassistent sollte den Nährstoffbedarf ermitteln. Augen-, Magen-Darm-, Harn- und Nierenmanifestationen erfordern eine spezifische Behandlung.
Obwohl die intermediäre JEB weniger schwerwiegend ist als andere Formen der JEB, kann es im Säuglings- und Kindesalter aufgrund von Sepsis, Gedeihstörung und Atemstillstand zum Tod kommen. Erwachsene Patienten haben ein erhöhtes Risiko, Plattenepithelkarzinome zu entwickeln, insbesondere an den unteren Extremitäten, in Bereichen mit chronischer Blasenbildung, lang anhaltenden Erosionen oder atrophischer Narbenbildung.
Aktualisiert am: Juni 2021 - Gutachter : Pr Cristina HAS | ERN-Skin* - Pr Giovanna ZAMBRUNO
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