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Methylmalonazidämie mit Homocystinurie Typ cbl C
Der Typ cblC der Methylmalonazidämie mit Homozystinurie ist eine Form der Methylmalonazidämie mit Homozystinurie (s. dort), einem angeborenen Defekt im Stoffwechsel des Vitamins B12 (Cobalamin), und ist gekennzeichnet durch Megaloblasten-Anämie, Lethargie, Gedeihsstörung, verzögerte Entwicklung, intellektuelles Defizit und Krämpfe.
ORPHA:79282
Klassifizierungsebene: Subtyp der Störung
- CblC-Defekt
- Cobalamin C-Defekt
- Kombinierter Defekt der Adenosylcobalamin und Methylcobalamin-Synthese Typ cblC
- Methylmalonazidurie mit Homocystinurie Typ cblC
Prävalenz: Unbekannt
Erbgang: Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter: Alle Altersgruppen
Bisher wurden mehr als 500 Fälle von cblC beschrieben, es ist der häufigste Typ der Methylmalonazidämie mit Homozystinurie.
Die Krankheit manifestiert sich in typischen Fällen mit Gedeihstörung, akuter neurologischer Verschlechterung, intellektuellem Defizit, Lethargie, Krämpfen, Mikrozephalie, mit einer ‚Pfeffer und Salz'-Retinopathie und mit Zeichen einer Megaloblasten-Anämie (Blässe, Mattigkeit, Anorexie). Häufig bestehen schwere Hirnanomalien: Hydrozephalus, Anomalien der weißen Substanz, Hirnatrophie und ungewöhnliche Läsionen der Basalganglien. Die Krankheit kann früh (infantil) oder spät (juvenil oder adult) beginnen. Die spät beginnende Form ist gekennzeichnet durch Ataxie, Demenz und Psychose.
Ursache des Typs cblC der Methylmalonazidämie mit Homozystinurie sind Mutationen im MMACHC-Gen (1p36.3). Die Krankheit wird autosomal-rezessiv vererbt.
Aktualisiert am: März 2012 - Gutachter : Dr David ROSENBLATT
: erstellt/empfohlen von ERN
: erstellt/empfohlen von FSMR
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