Startseite > Seltene Krankheiten > Suche

Suche Krankheit

*
(*) Pflichtfeld

Methylmalonazidämie ohne Homocystinurie

Kommentar
Your message has been sent Your message has not been sent. Please contact an administrator.
Krankheitsdefinition

Die Methylmalonazidämie ist eine angeborene Störung im Vitamin B12-Stoffwechsel und gekennzeichnet durch gastrointestinale und neurometabolische Symptome als Folge einer verminderten Aktivität des mitochondrialen Enzyms Methylmalonyl-CoA-Mutase.

ORPHA:293355

Klassifizierungsebene: Gruppe von Störungen

Synonym(e):
  • Methylmalonazidurie ohne Homocystinurie

Prävalenz: 1-9 / 100 000

Erbgang: Autosomal-dominant, Autosomal-rezessiv, X-chromosomal-dominant

Manifestationsalter: Alle Altersgruppen

UMLS: C5848400

Zusammenfassung
Epidemiologie

Schätzungen der Prävalenz der Methylmalonazidämie liegen in Nordamerika zwischen 1:48.000 und 1:61.000. In China wurde die Prävalenz zu 1:26.000 bestimmt. In diesen Werten sind evtl. auch Fälle von Methylmalonazidämie mit Homozystinurie (s. dort) enthalten.

Klinische Beschreibung

Klinische Symptome sind: Lethargie, Gedeihsstörung, häufiges Erbrechen, Dehydratation, Atemnot, Muskelhypotonie, verzögerte Entwicklung, intellektuelles Defizit, Hepatomegalie und Koma. Langzeitfolgen der Krankheit sind neurologische Schäden durch metabolisch verursachten Schlaganfall im Hirnstamm und terminales Nierenversagen. Die Krankheit ist therapeutisch entweder vitamin-B12- responsiv oder -nicht-responsiv (Vitamin B12-responsive oder -nicht-responsive Methylmalonazidämie; s. diese Termini). Patienten mit den Formen mut0 und cblB sind meist schwerer betroffen als Patienten mit den Formen cblA, cblDv2 oder mut-.

Ätiologie

Ursache der vitamin-B12-responsiven Methylmalonazidämie sind Störungen der Synthese von Adenosylcobalamin (AdoCbl) durch genetische Defekte im Cobalamin-Stoffwechsel (cblA, cblB oder cblD-Variante 2 [cblD v2]). Ursache der vitamin-B12-nichtresponsiven Methylmalonazidämie ist der vollständige (mut0) oder partielle (mut-) Aktivitätsmangel der mitochondrialen Methylmalonyl-CoA-Mutase durch Mutationen im MUT-Gen (6p21),. Ursache der cblA-Form sind Mutationen im MMAA-Gen (4q31.1-q31.2), der cblB-Form Mutationen im MMAB-Gen(12q24.1) und der cblD-Form Mutationen im MMADHC-Gen (2q23.2). Alle Formen werden autosomal-rezessiv vererbt. Die zunächst als cblH beschriebene Krankheitsform ist jetzt als cblD v2 klassifiziert.

Aktualisiert am: März 2012 - Gutachter : Dr David ROSENBLATT
Für diese Krankheit ist eine Kurzbeschreibung in den folgenden Sprachversionen verfügbar: English, Français, Español, Italiano, Português, Nederlands
Detaillierte Informationen

Logo ERN: erstellt/empfohlen von ERN Logo FSMR: erstellt/empfohlen von FSMR

Allgemeine Öffentlichkeit
Leitlinien
Klinische Leitlinien
English (2024) - Kidney Int Rep
English (2025) - Kidney Int Rep
English (2021) - J Inherit Metab Dis Logo ERN
English (2014) - Orphanet J Rare Dis
Notfallleitlinien
English (2012.pdf) - Brit Inher Metab Dis Group
Leitlinien Anaesthesiologie
English (2017) - Orphananesthesia
Čeština (2017) - Orphananesthesia
Übersichtsartikel
Review-Artikel (Klinischen Genetik)
English (2022) - GeneReviews
Die Dokumente dieser Website dienen nur der allgemeinen Information. Der Inhalt dieser Website ersetzt in keiner Weise eine professionelle Beratung oder Behandlung durch qualifizierte Fachleute. Die vorliegenden Informationen dürfen nicht als Grundlage für eine Diagnose oder Behandlung verwendet werden.