Startseite > Seltene Krankheiten > Suche

Suche Krankheit

*
(*) Pflichtfeld

Pulmonale arterielle Hypertonie, idiopathische

Kommentar
Your message has been sent Your message has not been sent. Please contact an administrator.
Krankheitsdefinition

Die idiopathische pulmonale arterielle Hypertonie (IPAH) ist eine sporadische Form der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH, siehe diesen Begriff), die durch einen erhöhten pulmonal-arteriellen Widerstand gekennzeichnet ist, der zu Rechtsherzversagen führt. IPAH ist progressiv und potenziell tödlich und nicht mit einer Grunderkrankung oder einer Familienanamnese von PAH verbunden.

ORPHA:275766

Klassifizierungsebene: Subtyp der Störung

Synonym(e):
  • IPAH
  • Primäre pulmonale arterielle Hypertension
  • Sporadische pulmonale arterielle Hypertension

Prävalenz: 1-9 / 1 000 000

Erbgang: Nicht anwendbar

Manifestationsalter: Alle Altersgruppen

ICD-10: I27.0

ICD-11: BB01.0

UMLS: C3203102

MedDRA: 10065151

Zusammenfassung
Epidemiologie

Die Prävalenz der PAH, in all ihren Formen, wird auf etwa 1/67.000 geschätzt. IPAH ist eine der am häufigsten diagnostizierten Formen.

Klinische Beschreibung

Die klinischen Manifestationen der IPAH ähneln unabhängig von der Ätiologie den anderen Formen der PAH. IPAH entwickelt sich bei Erwachsenen und in seltenen Fällen bei Kindern; Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Diagnose wird häufig bei Patienten in den Mittvierzigern gestellt. Zu den anfänglichen Symptomen gehören Dyspnoe, Müdigkeit, Synkope, Brustschmerzen, Herzklopfen und Pedalödeme. Zu den präkordialen Zeichen gehören ein lautes und tastbares zweites Herzgeräusch, ein rechtsventrikuläres Heben, ein pulmonales Auswurfgeräusch und Geräusche einer pulmonalen und trikuspidalen Regurgitation. 70 % der Patienten weisen eine Herzinsuffizienz auf ((klassifiziert nach New York Heart Association Functional Classification (NYHA FC) III oder IV). Seltener können Trommelschlägelfinger und das Raynaud-Phänomen beobachtet werden. Es wurde auch über Hämoptysen berichtet.

Ätiologie

IPAH wird durch ein vaskuläres Remodeling der kleinen Lungenarterien aufgrund unbekannter Ursachen verursacht. Mutationen in PAH-prädisponierenden Genen werden bei etwa 15 % bis 20 % der PAH-Patienten identifiziert, bei denen man zunächst von einer idiopathischen Form der Erkrankung ausgeht. IPAH-Patienten, die Träger einer Mutation in einem PAH-prädisponierenden Gen sind, müssen in ''hereditäre PAH'' umklassifiziert werden (siehe diesen Begriff). Der wichtigste genetische Risikofaktor für PAH sind Mutationen im BMPR2-Gen (2q33). In einigen wenigen Fällen wurden Mutationen in den Genen ACVRL1>(12q13), ENG>(9q34), KCNK3>(2p23),CAV1 (7q31) und TBX4(17q21) identifiziert.

Genetische Beratung

Allen IPAH-Patienten sollte eine genetische Beratung vorgeschlagen werden und eine genetisches Screening auf Mutationen in den PAH-prädisponierenden Genen erfolgen. Alle PAH-prädisponierenden Gene werden autosomal-dominant mit einer unvollständigen Penetranz vererbt. Im Falle der BMPR2-Mutationen wird die Penetranz bei weiblichen Mutationsträgern auf 42 % und bei männlichen Mutationsträgern auf 14 % geschätzt.

Aktualisiert am: Januar 2015 - Gutachter : Pr David MONTANI
Für diese Krankheit ist eine Kurzbeschreibung in den folgenden Sprachversionen verfügbar: English, Français, Español, Italiano, Nederlands
Detaillierte Informationen

Logo ERN: erstellt/empfohlen von ERN Logo FSMR: erstellt/empfohlen von FSMR

Allgemeine Öffentlichkeit
Artikel für die allgemeine Öffentlichkeit
Svenska (2022) - Socialstyrelsen
Leitlinien
Klinische Leitlinien
English (2023) - Eur J Heart Fail Logo ERN
English (2022) - Eur Heart J Logo ERN
English (2011) - Int J Cardiol Logo ERN
English (2016) - Eur Heart J Logo ERN
Notfallleitlinien
Français (2020.pdf) - Orphanet Urgences
Übersichtsartikel
Review-Artikel
English (2013) - Orphanet J Rare Dis
Die Dokumente dieser Website dienen nur der allgemeinen Information. Der Inhalt dieser Website ersetzt in keiner Weise eine professionelle Beratung oder Behandlung durch qualifizierte Fachleute. Die vorliegenden Informationen dürfen nicht als Grundlage für eine Diagnose oder Behandlung verwendet werden.